Symmetrie im Maschinenaufbau bedeutet, dass linke und rechte Seite, vordere und hintere Baugruppen nach denselben Maßen und Positionen aufgebaut sind. Das klingt selbstverständlich, ist es aber in gewachsenen Maschinenkonstruktionen oft nicht. Wenn eine Maschine über Jahre schrittweise weiterentwickelt wurde, entstehen Asymmetrien: hier ein zusätzliches Bauteil, dort eine andere Schraubenposition.
Symmetrie beseitigt diese Asymmetrien von Grund auf. Das Ergebnis sind Baugruppen, die spiegelgleich verwendbar sind. Statt eines linken und eines rechten Teils gibt es ein Teil, das beidseitig eingesetzt wird. Die Variantenvielfalt sinkt, die Teileanzahl in der Stückliste sinkt.
Gleichteile verstärken diesen Effekt. Wo bisher zwei ähnliche, aber nicht gleiche Bauteile eingesetzt wurden, gibt es jetzt eines. Das hat direkte Auswirkungen auf Einkauf, Lager, Fertigung und Montage: weniger Varianten bedeuten günstigere Einkaufskonditionen, geringere Lagerkosten, einfachere Fertigungsprozesse und weniger Fehlerquellen in der Montage.